Die Revolution 1848/1849

Die Revolution 1848/1849

Geschrieben von: Gerald Bamberger

Auch wenn die napoleonische Zeit nur Episode war, löste sie doch letztlich zahlreiche Umwälzungen aus. So wurde 1811 die Leibeigenschaft abgeschafft und später konnten die Frondienste, der Zehnte, die Grundzinsen abgelöst und die gepachteten Güter zu freiem Eigentum erworben werden. Freilich bekam man das nicht kostenlos und manche Familie wurde wirtschaftlich ruiniert.

Hierin lag ein Grund für die Auswanderungsbewegung nach Amerika, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Höhepunkt erreichte.

Über die politischen Verhältnisse herrschte ebenfalls Unzufriedenheit, Demokratie war noch weitgehend unbekannt. An der (gescheiterten) Revolution 1848/49 nahm gerade die Hartenröder Bevölkerung regen Anteil. Eine kurze Anzeige im Vorläufer des Hinterländer Anzeigers weist darauf hin:

Der Hartenröder Pfarrverweser Augst war ein besonders engagierter Anhänger der Freiheitsbewegung. Bald nach dieser Volksversammlung berief er eine weitere Versammlung in die Günteröder Kirche ein; "er sprach über das Thema: 'Die Grundrechte des deutschen Volkes'. Die Kirche war gefüllt. Es gab erbitterte Zwiegespräche, besonders zwischen Pfarrer und Lehrer. Der Lehrer wurde aus dem Kirchengebäude hinausgeworfen, das Volk jubelte, der Pfarrer aber verfiel in Wahnsinn und starb innerhalb weniger Tage."


 

 

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